Tag 7 – Hoh Rainforest (Olympic National Park)

Es regnet. Eigentlich erwähne ich selten das Wetter. Aber im Regenwald ist es auch nichts besonderes. Also ist die Erwähnung ebenfalls unwichtig. Was ich schreibe ist also eher eine Tatsache, als eine Klage über das „schlechte“ Wetter. In der Wüste kann ich mich auch nicht über die Trockenheit und die viele Sonne beklagen. Ich sitze noch auf dem Fahrersitz und frage mich, wie ich zum Visitor Center komme. Turnschuhe lass ich gleich weg. Die Wanderstiefel halten mehr aus.

Eigentlich wollten wir ein wenig durch die dicht behangenen Wälder wandern, aber das fällt aus. Wir sind auch schon so unzählige Meilen an die von Moos und Flechten behangenen Bäumen vorbei gefahren. Beeindruckend ist auch die Größe der Bäume.

Ich habe auch schon tolle Visitor Centers gesehen. Dieses hier gehört nicht dazu. Der Aufenthalt war kurz. Wir fahren wieder aus dem Regen weiter auf unserer Strecke entlang.

Auf der Rückfahrt halten wir an einem Baum an, der 2014 beim Sturm abgebrochen ist. Er ist riesig, wird aber nicht der größte Baum bleiben, den wir auf unserer Reise sehen werden. 
Wir sind am Pazifik. Sehr ungemütlich hier. Die Jahreszeit ist mit Oktober auch nicht die Badesaison. Das ist hier aber auch nicht unsere Absicht. Aber im Vergleich zu der Reise vor zwei Jahren, haben wir jetzt schon mehr Wasser gesehen, als die vier Wochen damals. Weiter geht es auf der berühmten 101. Der Straße mit der schönsten Küstenlinie Nordamerikas. Sagt man. Wir reisen auch extra von Nord nach Süd. Dann liegt zwischen Wohnmobil und Küste eine nervige Spur und der Blick ist besser.

Allerdings geht es jetzt wieder Richtung Osten. Entweder zum Mount Rainer oder auf jeden Fall zum Mount St. Helena.

Die Fahrt war heute etwas länger. Bei uns beiden machte sich gestern Abend das Gefühl breit, dass wir noch nicht viel Strecke in unserem Urlaub geschafft haben. Da es aber aber zwischen dem Olympic National Park und den beiden Bergen nichts gab, wurde heute mal Strecke gemacht. Leider haben wir auf der Strecke für eine Rekordsumme getankt. Tankstellen zwischen den großen Orten neigen zu höheren Preisen. Der Fachmarkt für Lebensmittel freute sich wahrscheinlich über den Abverkauf seiner Kraftstoffreserven vor dem letzten Irak Krieg.
Wir sind nun in der Nähe des Mt. St. Helens. Wer etwas älter als ich bin, der kennt diesen Berg aus den Nachrichten, als 1980 ein mächtiger Vulkanausbruch viel Schaden angerichtet hat. Laut Google ist die letzte Erruption sogar Juli 2008 gewesen. Also werden wir beiden Abenteurer Morgen dort mal hin.
Mt. Rainier haben wir ausgelassen. Bei diesem besonderen Berg, ebenfalls ein Vulkan, der jedoch nicht mehr aktiv ist, gibt es ein eigenes Mikroklima. Manchmal fallen dort bis zu 28 Meter Schnee. 26 Gletscher werden dazu gezählt. Selbst von Seattle aus, kann man bei guter Sicht diesen mächtigen Berg gut erkennen. Hier kann man locker 1-3 Tage einplanen. Da wir aber noch einiges auf unserem Zettel haben und das Wetter wahrscheinlich auch nicht so gut mitspielen würde, lassen wir die Wanderung aus. Jetzt geht es erst Mal ins Bett und Morgen auf den aktiven Vulkan 🙂


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