Tag 8 – Die Vorzüge eines Wohnmobils oder Mt. Rainier statt Mt. St.Helelns

„Jeder Sonnenuntergang ist gleich“. Dieses Zitat ist ca. zwei Jahre alt und stammte von meinem Vater. Tatort Yellowstone. Zufall das heute Tatortsonntag ist. Aber den gibt es hier nicht.
Kleine Anmerkung. Ich schreibe mal mit dem iPad, mal mit dem Handy oder Laptop. Und die Autokerrekturen sind der Horror. Das iPad kennt „ca.“ nicht… momentan schreibe ich mit dem iPad. gefühlt korrigiere ich gerade jeden zweiten Satz. Entweder ich mache den Fehler oder gerne die Autokorrektur. Ich weiss noch nicht was für den Leser schlimmer ist.
Gas haben wir noch genug. Jetzt schreibe ich weiter. Geschichte mal Rückwärts. Es ist kalt draussen. Aber nicht weil hier plötzlicher Wintereinbruch im Land herrscht, sondern weil wir uns umentschieden haben und statt auf den St. Helens auf den Mount Rainier gefahren sind. Gestern noch gestrichen, heute auf den Plan geschoben. Daher ist das Wohnmobil sehr von Vorteil. Derzeit stehen wir auf dem Campground „Cougar Rock“ auf einer Höhe von ca. 960 Metern. Geplant war noch „Paradise“ auf 1600 Metern, aber dafür wurde es zu dunkel. Wir fuhren im Sonnenuntergang am Osthang hoch. Das die Sonne untergang, war eigentlich nur nebensächlich.


Wir haben gerade den Louise Lake passiert, da erschien ein schmaler rot-oranger Strich am Mount Rainier. Betrachte ich das auf dem Display meiner Spiegelreflexkamera, sieht es aus wie ein Lavastrom. Es war aber einer der wenigen Sonnenstrahlen. Ein kurzes Foto und ich spürte, dass da um die Kurve mehr lauerte. Und es kam wie es kommen musste. Fotografen standen am Straßenrand und fotografierten den Mount Rainier. Vor dem Berg liegen die „Reflection Lakes“. Nicht nur der Berg spiegelte sich im glatten Wasser, sondern auch die Wolken, welche leicht rot-rosa von unten angeleuchtet waren. Zum Glück hatte ich auf der Bergauffahrt schon das Weitwinkelobjektiv aufgeschraubt. Ein kurzer, aber verdammt schöner Sonnenuntergang!

Der höchste Gipfel ist 4392 Meter und darunter schlummert einer der vielen Vulkane, die es in Amerika noch gibt. Aber derzeit ist nicht von einem Ausbruch auszugehen. Morgen geht es nach Paradise hoch. Ein beliebter Winterort. Der Campingplatz schließt allerdings im Winter. Und drei mal dürft ihr raten wann. Genau heute ist die letzte Nacht. Glück gehabt! Wenn die Straße morgen frei ist, geht es auf 1647 Meter hoch. 

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